Auf dem Laufenden bleiben
24.07.2010 - 09:16 Uhr - Für den einen war es ein lockerer Trainingslauf, für den anderen eine echte Herausforderung. – 36 km durch den Oberbergischen Kreis führte der Dritte Teil des Aktionslaufes des neu gegründeten Demenz-Servicezentrums Bergisches Land, das mit dieser sportlichen Aktion auf sich aufmerksam machen möchte.
Bereits im Juni erlief sich das Team ähnlich proportionierte Strecken im Städtedreieck Remscheid/Wuppertal/Solingen und im Rheinisch Bergischen Kreis. Auch wenn die Gruppe konditionell nicht gerade homogen war, wurde jeder gelaufene Meter gewürdigt.

Nach 36 Kilometern durch den Oberbergischen Kreis.
Foto: Evangelische Stiftung Tannenhof
„Wir stehen ja auch gerade erst am Anfang“, so die Leiterin des Demenz-Servicezentrums Psychologin Monika Wilhelmi. Zuständig für das Städtedreieck, den Rheinisch-Bergischen und den Oberbergischen Kreis könnten theoretisch 13000 Demenzerkrankte und deren pflegende Angehörige Rat und Hilfe benötigen, so die Schätzungen.
Hilfsangebote gibt es ausreichend – das Zentrum möchte diese jedoch besser vernetzen, Informationen an Ratsuchende weitergeben und die Initiative ergreifen beim Aufbau neuer Versorgungsstrukturen. So soll es Menschen mit demenziellen Erkrankungen ermöglicht werden, in einem vertrauten Umfeld zu leben, und dort die Unterstützung zu bekommen, die sie benötigen.
Dafür wächst das Netzwerk Tag für Tag. Möglichst engmaschig sollen die Kontakte zu vorhandenen Einrichtungen, Diensten und Initiativen geknüpft werden, damit der Ratsuchende optimal informiert und weitergeleitet werden kann. Und der Bedarf an niedrigschwelligen und ortnahen Betreuungsangeboten wächst mit dem Anstieg der demenziell erkrankten Menschen.
„Demenz darf vor allem kein Tabuthema sein. Wir alle werden immer älter und damit wächst natürlich auch das Risiko daran zu erkranken“, so DSZ-Mitarbeiter und Marathonläufer Arnd Bader, der die Aktionsläufe koordiniert, geplant und selbstverständlich auch mit absolviert hat. „Dafür sollte sich niemand schämen, denn schließlich kann es jeden treffen.“
Im Bergischen Land soll das Thema Demenz daher möglichst oft und vor allem selbstverständlich angesprochen werden, auch dafür laufen die sportlichen Mitstreiter Meter für Meter durch die Region. Die drei bergischen Großstädte waren das erste Etappenziel – erlaufen haben sie sich auch den Rheinisch-Bergischen Kreis und im Juli vermessen sie mit ihren Laufschuhen auch die Wege im Oberbergischen.
„Wir sind mit durchschnittlich 8 Läufern auf die Strecke gegangen – im nächsten Jahr haben wir uns jedoch ein neues Ziel gesteckt“, so Bader. Möglichst soll mit so vielen Läufern auf die Strecke gegangen werden, damit eine Absperrung notwendig wird. „Um noch mehr Menschen auf das Demenz-Servicezentrum aufmerksam zu machen“. Wie viele das sein werden, das wird noch recherchiert.

Vereins-Service: Wir veröffentlichen auch Ihre Pressemeldungen!
Schicken Sie diese einfach an: redaktion@nrw-on.de
www.bergisch24.de
- Nachrichten, Events und nette Leute!
veröffentlicht von gpr
Anzeige (Anzeigenpreisliste) |
![]()
- Serie von mindestens 36 Geschäftseinbrüchen aufgeklärt
- Polizei – Lebensberuf mit guten Aufstiegschancen: Einstellungsberatung am 9. September im BIZ
- Wermelskirchen: Gewissenloser Raser mit 105 km/h in geschlosssener Ortschaft
- Gestohlenes Mofa bei abendlichem Ruhestörungseinsatz entdeckt
- Overrath: Elektroauto beim Aufladen ausgebrannt
